Clubmeisterschaften 2018 Golfanlage BurgKonradsheim

Spannung bis zur letzten Bahn.

Über drei Tage – vom 31. August bis 2. September – wurden die Clubmeisterschaften 2018 auf der Golfanlage BurgKonradsheim ausgetragen. Die Bühne für einen großartigen Wettkampf einschließlich dramatischer Höhepunkte war bereitet: der Golfplatz im ausgezeichneten Zustand, stabile Wetterbedingungen mit Tempertaturen um 24 Grad bei maximal leichtem Wind und ein überaus motiviertes Teilnehmerfeld.

Fast 110 Damen, Herren, Seniorinnen, Senioren sowie „Beginners“ kämpften um die zahlreichen Trophäen in insgesamt zehn Brutto- und Nettoklassen. Bis zu 54 Bahnen wurden gespielt, wobei wirklich jeder allerhand Hochs und Tiefs meistern musste. Putts, die 360 Grad um das Loch herumliefen und wieder auf den Spieler zurollten gehörten genauso dazu wie drei bis vier in den Konradsheimer Wäldern verschwundene Bälle – von ein und derselben Stelle geschlagen! So waren manche Zahlen auf den Zählkarten zu erklären, die weit in den zweistelligen Bereich hineinreichten.

In der Herrenkonkurrenz waren es weniger haarsträubende Fehlschläge, welche den Weg zum Meister so unheimlich steinig erscheinen ließen, als vielmehr unerbittliche Willensstärke des jeweiligen Konkurrenten in Verbindung mit hohem psychologischem Druck. Die Akteure: unsere Protagonisten des Vorjahres Andreas Baer und Friedrich Krüger.

 

Bärenstarker Auftakt und ungwohnter Einbruch.

Krüger legte mit seiner Auftaktrunde von 72 Schlägen (Par!) einen Start hin, der Titelverteidiger Baer viermal kräftig schlucken ließ – für jeden Schlag Rückstand genau einmal und ein weiteres Mal für das Triple-Bogey auf der 18. Am zweiten Tag nutzte Baer die drei schwachen Anfangsbahnen von Krüger (plus fünf!), um letztendlich mit einer Führung von zwei Schlägen auf die dritte Runde zu gehen. Nach neun gespielten Bahnen büßte Herausforderer Krüger zwei weitere Schläge ein, weil sein Kontrahent gleich drei Birdies notierte. Viele dachten, der Vorhang war gefallen.

Doch es zeigte sich schnell zu welchem Zeitpunkt der mit vier Schlägen Vorsprung ausgestatte „Golfbär“ an seiner Bruttorede arbeitete: Bogey auf der Zehn, Bogey auf der Elf, Bogey auf der Zwölf, Bogey auf der 13, Triple-Bogey auf der 14. Krüger spielte alle fünf Bahnen Par und musste plötzlich mit einer Führung von drei Schlägen zurechtkommen. Kam er aber nicht: Bogey auf der 15, Triple-Bogey auf der 16 (Baer mit Double-Bogey!), Par auf der 17 und Bogey auf der 18.

Am Ende des Tages setzte sich der Titelverteidiger mit einem einzigen Schlag durch (insgesamt 231 Schläge), obwohl das Match zwei Sieger verdient gehabt hätte. Somit gewann Andreas Baer zum dritten Mal in Folge die Clubmeisterschaften, reckte am späten Abend vor versammelter Kulisse die Trophäe gen Himmel und konnte seine frühzeitig vorbereitete Rede doch noch halten, eben mit einer kleinen Änderung im Spannungsverlauf.

Auch wenn Friedrich Krüger sicherlich einige Schläge aufzählen konnte, die ihm letztendlich die Meisterschaft kosteten, so hat er drei hervorragende Runden gespielt (insgesamt 232 Schläge) und sich den zweiten Platz gesichert. Carl Blauen erarbeitete sich mit konstanten Ergebnissen von 83, 80 und nochmals 80 (243 Schläge) einen Vorsprung von acht Schlägen auf den Viertplatzierten und trug sich somit als Dritter in die Siegerliste der Herren ein.

 

Damen im Stechen; Senioren eindeutig.

In der Konkurrenz der Damen schien nach 45 gespielten Bahnen alles gelaufen zu sein. Nachdem die vermeintliche Siegerin, Susanne Gardemann, selber einen möglichen Regelverstoß bei der Spielleitung gemeldet hatte, wurde dieser bestätigt und nachträglich mit zwei Strafschlägen geahndet. Der ursprüngliche Vorsprung von Susanne Gardemann auf die zweitplatzierte Marie-Luise Bohlen: zwei Schläge.

Das führte zu einem Stechen an Bahn 18, bei dem sämtliche Zuschauer, die zuvor die zwölf besten Herren in Empfang genommen hatten, anwesend waren und mit den Spielerinnen mitfieberten. Letztendlich brachte ein toller Schlag von den blauen Abschlägen die Entscheidung zugunsten Marie-Luise Bohlens. Mit insgesamt 228 Schlägen beerbt sie die Vorjahresmeisterin Susanne Gardemann (ebenfalls 228 Schläge), die sich dieses Mal den zweiten Platz sicherte. Dritte Siegerin bei den Damen wurde mit nur drei Schlägen Rückstand Ellen Holm (231 Schläge).

Bei den Senioren, die zwei Runden über jeweils 18 Bahnen absolvierten, stand am Ende Carl Blauen (insgesamt 163 Schläge) ganz oben auf dem Treppchen. Solide sieben Schläge trennten ihn von Verfolger Johannes Wolf (170 Schläge) auf dem Silberrang. Nur zwei Schläge mehr benötigten gleich zwei Spieler: Entgegen den Gepflogenheiten der Ausschreibung teilten sich Hans Josef Busch und Frank Wieseler im Rahmen der Siegerehrung die Trophäe für Platz drei. Selbstverständlich wurde für die glücklichen Gewinner noch am Abend (Sonntag!) ein weiterer Pokal geordert.

Hatte bei den Damen noch ihre Kontrahentin die Nase vorne, setzte sich Susanne Gardemann bei den Seniorinnen durch. Insgesamt 178 Schläge benötigte sie für zwei Runden, was die Verteidigung ihres Titels aus dem Vorjahr bedeutete. Ein Schlag mehr stand auf den Zählkarten von Marie-Luise Bohlen (179 Schläge). Die diesjährige Damenmeisterin sicherte sich Rang zwei. Ursula Kaiser (182 Schläge) belegte dank einer starken 88er-Schlussrunde den dritten Platz.

 

Erstes Turnier und gleich Clubmeister.

Bei den „Beginners“ gewann ein Mann, der im Rahmen der Clubmeisterschaften seine ersten beiden Turnierrunden – jeweils über neun Löcher – spielte. Sören Birth setzte sich mit einem hervorragenden Bogey auf Bahn zehn im Stechen gegen Hans-Peter Born durch. Der Applaus der Menge war ihm gewiss, als der strahlende Sieger seinen Pokal entgegennahm.

Nach dem leckeren Grillbüffet am Landhaus Konradsheim wurden aber nicht ausschließlich die Gewinner der Bruttowertungen geehrt. In sämtlichen Klassen ging es zusätzlich um jeweils drei Nettopreise. In diesem Teil unserer Internetseite finden Sie die Ergebnisse aller Wertungen.

Wir gratulieren den Gewinnern ganz herzlich und bedanken uns bei allen Teilnehmern für die tolle Veranstaltung.